Dr. Flotho & Linke Rechtsanwälte

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Aktuell

19.07.2015

Zur Kürzung des Erholungsurlaubs wegen Elternzeit

§ 17 (1) S. 1 BEEG (Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz) bestimmt, dass der Arbeitgeber den Erholungsurlaub, der dem Arbeitnehmer oder der Arbeitnehmerin für ein Urlaubsjahr zusteht, für jeden vollen Kalendermonat der Elternzeit um 1/12 kürzen kann. Diese Befugnis setzt allerdings voraus, dass der Anspruch auf den Erholungsurlaub noch besteht. Mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses geht die Kürzungsbefugnis des Arbeitgebers unter. Denn dann hat der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin keinen Urlaubsanspruch mehr, sondern nur noch einen Urlaubsabgeltungsanspruch, der Teil des Vermögens des Arbeitnehmers geworden ist.

 

Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 19.05.2015

(9 AZR 725/13)

 

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