Dr. Flotho & Linke Rechtsanwälte

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Aktuell

01.09.2015

Erfolg des Arbeitnehmers im Kündigungsschutzprozess: In welchem Umfang muss sich der Arbeitnehmer in der Zwischenzeit erzielten Lohn anrechnen lassen?

Stellt sich nach einem längeren Kündigungsschutzprozess heraus, dass die Kündigung des Arbeitgebers unwirksam war, muss der Arbeitgeber dann, wenn der vorgesehene Zeitpunkt der Beendigung des Arbeitsverhältnisses bereits überschritten ist, rückwirkend an den Arbeitnehmer sogenannten Verzugslohn bezahlen. Hat der Arbeitnehmer in diesem Zeitraum allerdings einen anderweitigen Verdienst erzielt, reduziert sich die Vergütungspflicht des Arbeitgebers. Jedoch muss sich der Arbeitnehmer seinen anderweitig erzielten Verdienst nur in dem Umfang der für ihn bei dem bisherigen Arbeitgeber maßgebenden wöchentlichen Arbeitszeit anrechnen lassen.

 

Landesarbeitsgericht Düsseldorf, Urteil vom 01.07.2015

(1 SA 194/15)

 

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