Dr. Flotho & Linke Rechtsanwälte

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18.01.2016

Probezeit im Berufsausbildungsverhältnis: Vorausgegangenes Praktikum und Arbeitsverhältnis können nicht angerechnet werden

Gemäß § 20 S. 1 Berufsbildungsgesetz (BBiG) beginnt jedes Berufsausbildungsverhältnis mit einer Probezeit. Sie muss mindestens einen Monat und darf höchstens vier Monate betragen.

 

Schließt ein Berufsausbildungsverhältnis unmittelbar an ein vorausgegangenes Praktikum oder ein vorausgegangenes Arbeitsverhältnis an, so ist die Dauer des vorausgegangenen Praktikums oder des Arbeitsverhältnisses nicht auf die Probezeit des Berufsausbildungsverhältnisses anzurechnen. Denn nur unter den Bedingungen des Berufsausbildungsverhältnisses mit seinen spezifischen Pflichten können die Vertragspartner des Berufsausbildungsverhältnisses die für die Ausbildung in dem konkreten Ausbildungsberuf wesentlichen Umstände eingehend prüfen.

 

Bundesgerichtshof, Urteil vom 19.11.2015

(XI AZR 844/14)

 

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