Dr. Flotho & Linke Rechtsanwälte

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02.11.2016

Blitzer und deren Unfehlbarkeit

Über das Internet auf die Live-Bilder von Geschwindigkeitskameras zugreifen, Daten Löschen und diese umprogrammieren.

 

Unmöglich?

 

NEIN!

 

Die Firma Kaspersky zeigte genau dies am 15. September 2016. Auf Ihrer Internetseite zeigt Kaspersky, dass eine Vielzahl von „Blitzern“ offen und unverschlüsselt im Internet erreichbar ist. Diese könnten somit auch über das Internet beeinflusst werden. So sei das selektive Abschalten der gesamten Überwachung und einzelner Fahrspuren unproblematisch möglich.

Offensichtlich sind die von der Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) abgenommen Geräte also doch nicht so sicher wie man vorgibt.

 

Die von Gericht grundsätzlich vorgenommene pauschale Betrachtung im Sinne eines standardisierten Messverfahrens ist somit überholt. Oft kommt es zu Verurteilungen, weil das Gericht an der Korrektheit der erfolgten Messung als sogenanntes standardisiertes Messverfahren keinerlei Zweifel hat.

 

Wenn aber gerade der Zugriff auf die Messgeräte und/oder Teilen davon für jedermann über das Internet möglich ist, wird sich das Gericht nicht mehr hinter dem „standardisierten Messverfahren“ verstecken können.

 

Zum Artikel der Firma Kaspersky:

https://de.securelist.com/analysis/veroffentlichungen/71964/fooling-the-smart-city

 

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